Vermarktungskampagne aufbauen. Das ZIKO ist kein normales „Restaurant abzugeben“, sondern eine Unternehmensnachfolge mit einem ungewöhnlich starken Reisegruppen-Geschäft. Genau danach sollte die Kanalwahl erfolgen.

Ich habe mir angesehen, welche Plattformen aktuell tatsächlich relevante Angebote und Käufer haben. Meine Priorisierung wäre:

Priorität Kanal Was wir dort machen
A+ DUB – Deutsche Unternehmerbörse Professionelles Unternehmensverkaufs-Inserat
A+ nexxt-change Unternehmensbörse Nachfolgeangebot + aktiv passende Kaufgesuche anschreiben
A LinkedIn Persönliche organische Kampagne über dein Profil + Correct Conception
A Facebook Organisch + gezielte Gruppen + später ggf. bezahlte Kampagne
B+ ImmobilienScout24 Gastronomie Berlin Ergänzendes Gastro-/Gewerbe-Inserat
B Kleinanzeigen Reichweite mit bewusst hochwertigem Inserat
B Immowelt Gastronomie Berlin Ergänzende Immobilien-/Gastronomie-Reichweite
sehr wichtig Direktansprache Unternehmer, Gastronomen, Hospitality, Investoren, Branchenkontakte
Basis ZIKO-Verkaufswebsite

Zentrale Landingpage für alle Kampagnen

 

Meine konkrete Reihenfolge ab jetzt

Ich würde nicht alles gleichzeitig machen.

Phase 1 – sofort:
Website final online → DUB → nexxt-change → LinkedIn erster Beitrag → Facebook erster Beitrag.

Phase 2 – danach:
ImmoScout → Kleinanzeigen → ggf. Immowelt → relevante Facebook-Gruppen.

Phase 3:
LinkedIn-Direktansprache → Gastronomen/Gastronomiegruppen → Berater/Multiplikatoren.

Phase 4:
Nach ca. 7–10 Tagen anhand der Resonanz entscheiden, ob wir eine bezahlte Meta-Kampagne starten.

Und ganz wichtig: Wir schreiben nicht für jedes Portal dasselbe Inserat.

DUB bekommt eine Unternehmensnachfolge.
ImmoScout bekommt einen voll ausgestatteten Gastronomiebetrieb zur Übernahme.
LinkedIn bekommt eine Unternehmergeschichte.
Facebook bekommt Emotion + Video.
Kleinanzeigen bekommt eine ungewöhnliche Geschäftschance.

Die Zielseite bleibt aber immer dieselbe professionelle ZIKO-Verkaufswebsite.

Das ist aus meiner Sicht die richtige breit aufgestellte Vermarktung: Unternehmensbörsen + Gastro-/Immobilienportale + Social Media + Direktansprache + Multiplikatoren, alles zentral über Correct Conception gesteuert.

Wenn du möchtest, würde ich jetzt nicht theoretisch weitermachen, sondern mit DUB beginnen und mit dir Schritt für Schritt das erste Inserat einstellen. Danach nexxt-change, dann LinkedIn usw. So bekommen wir das Angebot tatsächlich heute noch an mehreren Stellen live.

1. DUB würde ich als Erstes einstellen

Das ist für mich momentan der wichtigste externe Kanal.

DUB positioniert sich explizit als Plattform für Unternehmensnachfolge und nennt über 90.000 registrierte Nutzer. Es gibt dort eine eigene Kategorie für Gastronomie/Gaststätten und – für unseren Fall besonders interessant – Käuferprofile und einen strukturierten Nachfolgeprozess. Verkäufer und Verkaufsberater können laut DUB aktuell kostenlos inserieren.

Das ZIKO würde ich dort nicht als:

Restaurant in Berlin zu verkaufen

einstellen.

Sondern ungefähr positionieren als:

Außergewöhnliche Unternehmensnachfolge – seit 1968 etablierter Berliner Gastronomiebetrieb mit Reisegruppen-Geschäft

Und öffentlich nur unsere bekannten Verkaufsargumente.

Keine Reiseveranstalternamen. Keine Kalkulationen. Keine Kundenliste. Keine sensiblen Konditionen.

Das DUB-Inserat soll letztlich zu Correct Conception führen.


2. nexxt-change halte ich ebenfalls für sehr wichtig

nexxt-change ist gerade für klassische Unternehmensnachfolge relevant. Dort sind aktuell auch Berliner Angebote und Kaufgesuche vorhanden. Besonders interessant: Man kann nicht nur ein Verkaufsangebot einstellen, sondern auch bestehende Kaufgesuche durchsuchen. Aktuell finden sich beispielsweise Interessenten, die Unternehmen in Berlin bzw. Hospitality-Betriebe zur Nachfolge suchen.

Und hier würde ich aktiv werden.

Nicht:

Anzeige einstellen und warten.

Sondern:

ZIKO einstellen + jede Woche neue Kaufgesuche prüfen + passende Interessenten direkt kontaktieren.

Das kann deutlich effektiver sein.


3. LinkedIn – für dieses Objekt halte ich das für ausgesprochen interessant

Hier würde ich nicht wie ein Immobilienmakler posten.

Du bist selbst der Vermittler und kannst die Geschichte erzählen.

Der erste Beitrag könnte beispielsweise mit einem großen Restaurantfoto beginnen und:

Fast 60 Jahre Berliner Gastronomiegeschichte suchen einen Nachfolger.

Dann nicht 30 Fakten, sondern die Geschichte:

1968 gegründet.
Heute etablierter Reisegruppenbetrieb.
800+ bereits gebuchte Reisegruppen.
210 Plätze.
Eingespieltes Team.
Vollständig ausgestattet.
Persönliche Übergabebegleitung.
380.000 € Verhandlungsbasis.

Und:

Die Vermarktung wurde der Correct Conception GmbH exklusiv übertragen.

Dann Link zur ZIKO-Verkaufswebsite.

Das ist gleichzeitig hervorragende Werbung für Correct Conception, ohne dass du Werbung für Correct Conception machen musst.

Und nicht nur einmal posten.

Ich würde daraus eine kleine Serie machen:

Post 1: „Eine Berliner Gastronomiegeschichte sucht einen Nachfolger.“

Eine Woche später:

Post 2: „Warum über 800 Reisegruppen bereits heute für das kommende Jahr gebucht sind.“

Danach:

Post 3: Video mit tanzenden Reisegruppen – „Was dieses Restaurant von klassischer Gastronomie unterscheidet.“

Danach:

Post 4: Ljuba – „Fast sechs Jahrzehnte Erfahrung werden persönlich weitergegeben.“

Danach:

Post 5: „Was übernimmt der Käufer für 380.000 € VB?“

Immer zur Website.

Damit erreichst du über Wochen immer wieder andere Menschen.


4. Facebook würde ich anders behandeln

Hier würde ich zwei Strategien parallel fahren.

Erstens normale Beiträge mit euren starken Videos. Gerade die Videos mit vollen Räumen, Musik, Akkordeon, tanzenden Reisegruppen sind für Facebook wahrscheinlich wesentlich stärker als ein klassisches Exposé.

Darüber:

Dieses Restaurant steht zum Verkauf.

Dann kurz die außergewöhnlichen Fakten und Link.

Zweitens würde ich passende Facebook-Gruppen suchen:

Gastronomie Berlin
Gastronomie kaufen/verkaufen
Unternehmensnachfolge
Unternehmer Berlin
Restaurant verkaufen/kaufen
Gastronomie Immobilien Berlin

Aber bitte nicht 30 Gruppen mit identischem Spamtext fluten. Lieber 5–10 gute Gruppen und dort ordentlich präsentieren.


5. Meta-Werbung würde ich tatsächlich ausprobieren

Hier kommt uns zugute, dass Correct Conception Werbeagentur ist.

Ich würde ein kleines Werbebudget testen – beispielsweise zunächst 300–500 €.

Nicht:

Restaurant zu verkaufen.

Sondern Video.

Volles Restaurant. Tanzende Menschen. Musik. Stimmung.

Darüber:

Eine Berliner Gastronomie-Erfolgsgeschichte sucht einen Nachfolger.

Dann vielleicht:

Seit 1968 · 210 Plätze · 800+ gebuchte Reisegruppen · vollständig ausgestattet · 380.000 € VB

CTA:

Unternehmen kennenlernen

→ ZIKO-Verkaufswebsite.

Nach einer Woche schauen wir uns an:

Impressionen → Klicks → Websitebesucher → Kaufanfragen.

Dann entscheiden wir, ob wir skalieren.


6. ImmobilienScout24 würde ich mitnehmen

Aktuell finden sich dort über 100 Gastronomie-Kaufangebote in Berlin, darunter ausdrücklich auch laufende Gastronomiebetriebe, die diskret abgegeben werden. Das zeigt, dass Käufer dort tatsächlich nach solchen Objekten suchen.

ImmobilienScout24 – Gastronomie Berlin

Aber hier müssen wir aufpassen:

Wir verkaufen nicht die Immobilie.

Wir verkaufen den Betrieb/die Unternehmensnachfolge in gemieteten Räumen.

Das muss bereits in der Überschrift glasklar sein, damit keine falschen Leads kommen.


7. Kleinanzeigen – ja, tatsächlich

Ich würde es nicht unterschätzen.

Aktuell gibt es dort zahlreiche Angebote unter „Restaurant abzugeben“, „laufende Gastronomie“ usw., darunter auch gewerbliche Vermittlungsangebote.

Aber das ZIKO-Inserat muss dort deutlich hochwertiger aussehen als die Konkurrenz.

Gutes Titelbild.

Kein:

Restaurant abzugeben 380.000 VB

sondern:

Traditionsreicher Berliner Gastronomiebetrieb seit 1968 – Unternehmensnachfolge

Dann Link zur professionellen Verkaufspräsentation.

Das kann gleichzeitig einen interessanten Nebeneffekt haben:

Jemand sieht bei Kleinanzeigen eine gewöhnliche Anzeige → klickt auf eure Website → und erlebt plötzlich eine professionelle M&A-artige Präsentation.

Das erzeugt Vertrauen.


8. Immowelt nur ergänzend

Immowelt – Restaurants in Berlin listet ebenfalls Gastronomieangebote in Berlin.

Ich würde dort inserieren, wenn die Kosten vernünftig sind, aber erst nach DUB, nexxt-change und ImmoScout.


9. Ich halte Direktansprache für möglicherweise sogar wichtiger als die Portale

Hier steckt wahrscheinlich enormes Potenzial.

Wir suchen nämlich keinen beliebigen Käufer.

Interessant sind beispielsweise:

bestehende Berliner Gastronomen, die expandieren wollen;

Gastronomiegruppen, die einen weiteren Standort suchen;

Unternehmer mit Hospitality-Erfahrung;

Hotel-/Tourismusunternehmer;

Cateringunternehmen, die stationäre Gastronomie ergänzen wollen;

Investoren mit operativem Partner;

erfahrene Restaurantleiter, die sich selbstständig machen möchten;

Unternehmer aus dem Reise-/Tourismusbereich, die das Geschäftsmodell sofort verstehen.

Und hier kommt LinkedIn ins Spiel.

Du kannst gezielt Personen identifizieren und persönlich anschreiben.

Nicht:

„Hallo, möchten Sie ein Restaurant kaufen?“

Sondern seriös:

„Wir wurden exklusiv mit der Nachfolgesuche für einen seit 1968 etablierten Berliner Gastronomiebetrieb beauftragt. Aufgrund Ihres beruflichen Hintergrunds könnte das Angebot möglicherweise für Sie oder jemanden aus Ihrem Netzwerk interessant sein …“

Dann Website.


10. Auch Multiplikatoren einsetzen

Das wird häufig vergessen.

Ich würde zusätzlich gezielt informieren:

Steuerberater
Unternehmensberater
Rechtsanwälte mit M&A/Nachfolge-Mandanten
Gastronomieberater
IHK-/Nachfolgenetzwerke
Finanzierungsberater
Gewerbemakler
Branchenverbände

Nicht unbedingt mit Provisionsversprechen.

Einfach:

„Falls Sie einen Mandanten haben, der einen etablierten Berliner Gastronomiebetrieb zur Übernahme sucht …“

Ein guter Steuerberater kennt möglicherweise drei Unternehmer, die nach einer solchen Gelegenheit suchen.